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In diesem Buch sind die Legenden der Abua'Sai, unserer großen Götter gesammelt. Jene aus dem Volksglauben und die, die die Götter selbst uns mitteilten.

Der Ziegenmensch von KataiBearbeiten

In der Stadt Katai, einer mittlerweile ausgelöschten Stadt in Arabien, gab es eine Bande von Sklavenhändlern. Sie raubten Karawanenmitglieder, die auf der Durchreise waren, aus, nahmen sie gefangen und verkauften sie später. Sie bestachen und ermordeten die Wachen, die ihnen auf der Spur waren und wurden immer reicher, bis eines Tages ein kränklicher, ärmlicher Mann in die Stadt kam.

Die Spitzel der Sklavenhändler entdeckten ihn sofort und berichteten ihren Herren von dem leichten Opfer, doch jene diskutierten als erstes, ob es sich überhaupt lohnen würde. Sie stritten gerne und so dauerte es nicht lange, bis die Hitzköpfe sich schlugen. Als sie sich beruhigten und ihre Wunden leckten, einigten sie sich, den Mann gefangen zu nehmen. Als erstes schickten sie ein paar Spione aus, um die Lage auszukundschaften.

Der kranke Mann hatte zwei Wachen, welche sich komplett verhüllten. Als der Mann in einer Seitengasse gefangen werden sollte, reagierten seine Wachen unfassbar schnell und töteten die Häscher mit ihren Krummschwertern. Der Mann erreichte unbehelligt ein Wirtshaus, in dem er sich ein Zimmer mietete. Die Sklavenhändler waren verärgert, jetzt mussten sie ihn gefangen nehmen! Es ging schließlich um ihre Ehre. Also schickten sie nun einige äußerst professionelle Eunuchen, welche es schafften, den Mann zu betäuben und gefangen zu nehmen, während seine Wachen aus Rache im Kerker der Sklavenhändler so lange geschlagen werden sollten, bis ihr Wille gebrochen wäre.

Als die Sklavenhändler nach der "Ware" sahen, stand der kranke Mann in seinem Käfig und starrte sie aus eingesunkenen Augen an. Die Sklavenhändler wunderten sich, da der Mann eigentlich noch einige Stunden hätte schlafen müssen. Als einer der Aufpasser den Mann bewusstlos schlagen wollte, fing dieser seine Hand ab und brach sie. Der Mann schrie auf und sackte zu Boden, während die geschlagenen Wachen des Mannes sich erhoben und die Sklavenhändler angriffen. Sie nahmen sich die Waffen der Besiegten und kämpften weiter, auch wenn ihnen Pfeile im Brustkorb steckten und Schwerter tiefe Kerben in ihre Körper schlugen. Als einer der Wachen die Verhüllung herabgerissen wurde, offenbarte sich sein wahres Gesicht: Er war eine wandelnde Leiche. Die Sklavenhändler schafften es unter einigen Verlusten und großem Entsetzen, die Untoten zu enthaupten, was sie endgültig tötete.

Die restlichen 30 Sklavenhändler wandten sich nun dem kranken Mann zu, welcher grinste und die Gitterstäbe seines Gefängnisses durch eine leichte Berührung in Rost verwandelte. Als er auf sie zuhumpelte, schoss einer der Wärter einen Pfeil auf ihn ab, welcher einen Bogen um den kranken Mann machte. Dieser erklärte mit einem schwachen Flüstern, was in der ganzen Höhle wiederhallte:"Ich bin ILJAR, und das Vergangene weiß alles. Euer Ende steht schon lange fest." Die menschlichen Sklavenhändler merkten, dass sie keine Chance gegen einen Gott hatten. Manche griffen ihn verzweifelt an, andere rannten zum Ausgang, doch ILJAR hustete die heranstürmenden Menschen nur an, und ihre Körper wurden in sekundenschnelle dahingerafft und mumifizierten sich. Einer der Anführer der Sklavenhändler stand in der Mitte des Raumes, zitterte vor Angst und glotzte ILJAR mit riesigen Augen an. ILJAR ging auf ihn zu und verschmolz den Mann mit seinem engsten Gefährten, auf dass sie für immer so nah beieinander sind wie er wollte.

Die Kreatur blökte wahnsinnig auf und rannte seinen ehemaligen Partnern hinterher, seine Hufe klapperten auf dem Boden, den er kurz darauf mithilfe seiner Hörner mit Blut besprenkelte. Die Kreatur schlachtete die Sklavenhändler erbarmungslos ab und schliff sie tief in den Kerker um sie zu dort verrotten zu lassen. Danach rannte das Wesen in die Wüste und sucht bis heute Sklavenhändler heim.

Die erloschene KroneBearbeiten

Einst wurde einem herrschenden Abuam, in einem fernen Reich, von Mirak, unserer göttlichen Lehrerin, eine leuchtende Krone geschenkt. Sie gewährte ihm die Kraft, die Gedanken der Personen in seiner Umgebung zu lesen.

In den ersten Jahren seiner Herrschaft geschah nichts schlechtes, er führte sein Reich gut und ging Kriegen aus dem Weg. Dann marschierte jedoch ein Elfenheer durch die südlichen Gefilde seines Reiches und er ritt zu ihnen, um zu erfahren was sie dort wollten. Als er mit dem Heerführer sprach, merkte er, dass er die Gedanken des Elfen nicht lesen konnte, obwohl er seine Krone trug. Er führte eine hitzige Diskussion mit dem Elfen, welcher weiter unbehelligt durch das Reich marschieren wollte und sich einen Dreck um die Regeln des Reiches scherte. Den Abuam machte dies und der Mangel seiner telepathischen Fähigkeiten so wütend, dass er den Elfen angriff und ihm das Genick brach. Als er aus dem Zelt stürmte und davonritt merkte noch niemand etwas, doch nach einigen Stunden hefteten sich Jäger der Elfen an seine Fersen. Der Abuam floh in eine der Garnisonen, die es in seinem Reich gab, und empfing die Elfen mit seinen Soldaten, welche sich einen erbitterten Kampf mit diesen lieferten.

In der Zwischenzeit drangen Schamanen der Elfen zum Abuam vor, jene die die Krone auch vorher blockierten, um ihr Werk zu vollenden, da der Abuam viele Anführer mit seiner Macht gedemütigt hatte und bestraft werden sollte. Die Elfenschamanen gaben alles, bevor ein Hexer der Abuam sie überraschte und erschlug. Mit seinem letzten Atemzug verfluchte einer der Schamanen die Krone, so dass sie dem Träger nur die Albträume seines Gegenübers zeigte.

Nachdem die Elfen geschlagen waren, wurde der Herrscher nach Hause gebracht, wo er seine Krone wieder aufsetzte. Sobald er das Tat, glomm sie auf, doch nicht in dem üblichen warmen, orangen Licht, sondern in einem blassroten. Der König betrachtete entsetzt den ersten Bittsteller, dessen Gedanken er las, und befahl, ihn exekutieren zu lassen. Dies tat er mit jedem, dessen Albträume er sah, sogar mit Kindern, obwohl diese den Abuam heilig sind.

Dies ging Jahre so, bis einige Hexer der Abuam sich zusammentaten und Mirak beschworen, ihnen zu helfen. Diese erschien und sah, wie der herrschende Abuam das Reich zugerichtet hatte. Voller Wut betrat sie den Thronsaal und schritt auf den Herrscher zu. Dieser las ihre Albträume und sah nur, wie sehr seine Taten sie erschreckten, und dass sie fürchtete, er würde die Abuam zugrunde richten. Er stand auf und zog sein Katana, doch Mirak stieß ihn mit ihrer Magie zurück. Sie riss ihm die Krone vom Kopf und sah die Abuam, die den Herrscher nie aufgehalten hatten hasserfüllt an. Sie verwandelte die Krone so, dass der Träger nicht sterben konnte und rammte sie auf den Kopf des Herrschers. Danach ließ sie ihrer Wut freien Lauf und verwandelte das Schloss in einen Ort des Schreckens, in dem die Albträume der Anwesenden Wirklichkeit werden sollten. Alle Abuam, die dem Herrscher bei seinen Untaten geholfen hatten starben eines grausamen Todes durch ihre Albträume, doch der Herrscher konnte sich retten, indem er den Thronsaal versiegelte. Auch die Hexer schlossen ihn mit ihrer Magie, damit dieser Abuam nie fliehen kann und bis zum heutigen Tage alleine in dem Thronsaal festsitzt.

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